Gedenkkultur Dessau-Roßlau

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10 Steine an 7 Orten

Gunter Demnig verlegt im Frühling 2013 zum sechsten Mal Stolpersteine in Dessau-Roßlau. Am 22.5.2013 sollen 10 Gedenksteine an 7 Stellen an die Öffentlichkeit übergeben werden. Zu ihrer Übergabe an die Öffentlichkeit sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich am“¨“¨ Mittwoch, dem 22. Mai 2013, Beginn 14 Uhr Helene-Meier-Straße 9-11 in Dessau eingeladen.

14.00 Uhr Helene-Meier-Str. 9-11: Gedenken an

  • Noah Kapeluschnik, geb. 1873, deportiert 1942, Theresienstadt, ermordet 26.12.1943
  • Hedwig Kapeluschnik geb. Wolffram, geb. 1872, deportiert 1942, Theresienstadt. ermordet 30.4.1944
  • Hildegard Lange geb. Kapeluschnik, geb. 1905, deportiert 1942, Ghetto Warschau, ermordet

14.45 Helene-Meier-Str. 2: Gedenken an

  • Wilhelmine Goldscheider geb. Cahn, geb. 1859, deportiert 1942, Theresienstadt, ermordet 29.12.1942
  • Gertrud Ittmann, geb. 1874, deportiert 1942, Theresienstadt, ermordet 8.2.1943

15.00 Helene-Meier-Str. 19 Gedenken an

  • Henriette Falkenburg geb. Rothschild, geb. 1873, deportiert 1942, Theresienstadt, ermordet 19.2.1943

15.15 Wilhelm-Bieser-Str.2 Gedenken an

  • Siegfried Rosenberg, geb.. 1875, verhaftet 1938 „Rassenschande“, Zuchthaus Coswig, Sachsenhausen, ermordet 5.8.1940

15.30 Askanische Straße 74 Gedenken an

  • Rosa Segall, geb. 1857, Tötungsanstalt Bernburg, ermordet April 1941

15.45 Askanische Straße 59 Gedenken an

  • Rosalie Löschner geb. Domke, geb. 1859, deportiert 1942, Theresienstadt, ermordet 30.10.1942

16.00 Ballenstedter Straße 22/23 Gedenken an

  • Cäcilie Elias geb. Markowitz, geb. 1891, deportiert 1942, Auschwitz-Birkenau, ermordet

Am ersten Standort wird wieder eine öffentlichkeitswirksame Veranstaltung stattfinden. An der Gestaltung sind wieder Schülerinnen und Schüler beteiligt, dieses Jahr vor allem vom Walter Gropius-Gymnasium und der Sekundarschule Zoberberg. Auch das Anhaltische Theater wirkt wieder mit. Die Jüdische Gemeinde ist beteiligt, Kirchgemeinden und engagierte Politiker. Redebeiträge des Rabbiners, der Oberbürgermeisters und des Vorsitzenden des Stadtrats sind zugesagt.

Die Amadeu-Antonio Stiftung fördert die Vermittlungsarbeit der Werkstatt Gedenkkultur erneut, so dass Anfang April ein Faltblatt mit Biografien der ermordeten Menschen erscheinen kann.