Gedenkkultur Dessau-Roßlau

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Das Projekt Gedenkkultur

Gedenkkultur ist der Versuch des mündigen öffentlichen Umgangs mit der Vergangenheit: Geschichte als Gegenstand rationaler Kommunikation und Wahrheitssuche. Geschichte als Medium für das Ringen um Toleranz, Dialog, Moralität, selbstbestimmtes Handeln. Geschichte als unbequemer Begleiter in unserer globalisierten Gegenwart.

Das Projekt Gedenkkultur betrachtet die lokale Geschichte von Dessau-Roßlau unter diesen Blickwinkeln. Es verknüpft geschichtswissenschaftliche Recherchen und Publikationen, zivilgesellschaftliches und künstlerisches Engagement, aufklärerische Medienarbeit, Schülerprojekte und die Initiierung von Denkmalen im öffentlichen Raum der Stadt.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts sind Stolpersteine für Dessau-Roßlau: Auf den Gehwegen der Stadt werden Messingplatten an ehemalige, im Nationalsozialismus vertriebene oder getötete Mitbürger erinnern – Juden, Zigeuner, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, „Euthanasie“-Opfer. Dessau-Roßlau reiht sich damit ein in das europaweite Gedenkprojekt des Künstlers Gunter Demnig. Die ersten Stolpersteine sollen im Mai 2008 gesetzt werden.

Das Projekt Gedenkkultur wird unterstützt aus Mitteln des Lokalen Aktionsplanes Dessau-Roßlau (LAP) im Rahmen des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind zur Mitarbeit eingeladen. Spenden sowie Patenschaften für Stolpersteine sind herzlich willkommen. Für Hinweise und Anregungen sind wir dankbar.

Projektpartner: