1901
Bau der Krippe an der Franzstraße am Durchbruch zur Mauerstraße.
- 15. Januar
- In der Dessauer Antoinettenstraße wird die „Chemieschule für Damen“ (Fachschule für Zuckerindustrie) gegründet.
- 27. März
- Die Dessauer Straßenbahn wird auf elektrischen Betrieb umgestellt.
- März
- In Dessau findet unter Leitung von Generaldirektor Wilhelm von Oechelhaeuser die Konstituierung eines Komitees „Kunsthalle für Anhalt“ statt. Das Komitee regt an, einen Kunstwart anzustellen, der neben der Weiterverbreitung der Idee einer Kunsthalle den Kunstverein in Ausstellungsangelegenheiten unterstützt. Dr. Ostermayer kommt als „Kunstwart“ für den Anhaltischen Kunstverein nach Dessau.
- 1. April
- Der „Konsumverein für Dessau und Umgebung“ eröffnet die ersten zwei Verteilungsstellen im Stadtgebiet.
7. April \: Einweihung des neu errichteten neugotischen Postamtes an der Ecke Kavalier-/Friedrichstraße nach einem Entwurf von Postbaurat Ernst M. Hake.
- 27. April
- Aus der Deutschen Gasbahn-Gesellschaft mbH (DGG) entsteht die Dessauer Waggonfabrik GmbH.
- 30. April
- Baronin Julie von Cohn-Oppenheim (1839–1903) wird anlässlich des 1. Todestages ihres Vaters Baron Moritz von Cohn, Bankier und Träger vieler Auszeichnungen und Orden, zur Ehrenbürgerin der Stadt Dessau ernannt.
- 24. Mai
- Der im Jugendstil gestaltete Funkplatz, benannt nach dem ehemaligen Oberbürgermeister Dr. Friedrich Funk, wird in Dessau-Nord eingeweiht. Die Gartenanlage ist von August Hooff gestaltet, der Brunnen stammt von Emanuel Semper.
- 1. Oktober
- Die Synode der Landeskirche beantragt eine neue Finanzhilfe beim Staat zwecks Neuordnung der Pfarrergehälter und nimmt dafür ein erweitertes Einspruchsrecht des Staates beim kirchlichen Haushalt in Kauf. Generalsuperintendent Ernst Teichmüller, der seiner Landeskirche so viel Selbständigkeit, wie das die Synodalordnung verbürgt, erhalten will, tritt deshalb von seinen Ämtern zurück und wird in der Leitung des Konsistoriums ersetzt durch den bisherigen Regierungsrat Max von Brunn.
- 5. Oktober
- Das neu errichtete Dessauer Rathaus wird nach dreijähriger Bauzeit feierlich eingeweiht. Der um das Gesundheitswesen der Stadt verdienstvolle Sanitätsrat und Direktor des Kreiskrankenhauses, Dr. Heinrich Mohs (1820–1902), wird anlässlich der Eröffnung des Rathauses zum Ehrenbürger der Stadt ernannt.
- 13. Oktober
- Eröffnung einer Ausstellung des Anhaltischen Kunstvereins (bis 16. März 1902), u. a. mit Werken der Dessauer Künstler Prof. Paul Riess, Richard Schubring, Otto Tarnogrocki, Paul Wernecke, Emanuel Semper, Martha Büttner.
- 27. November
- Umwandlung des Komitees „Kunsthalle für Anhalt“ in den „Verein Anhaltische Kunsthalle“.