Gedenkkultur Dessau-Roßlau

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Schlesinger, Ida

  • Geburtsdatum: 22.8.1880 in Waren/Mecklenburg
  • Deportationsdatum: 13.4.1942
  • Todesdatum: unbekannt
  • letzte freigewählte Adresse: Am Bahnhof 1 (heute: Bitterfelder Straße)

Ida Schlesinger war die Ehefrau des Dessauer Elektroinstallations-Meisters Julius Schlesinger. Die Schlesingers besaßen ein Geschäft für Elektroinstallationen und Radioapparate, zunächst in der Leopoldstraße (heute: Ferdinand-von-Schill-Straße), später in der Zerbster Straße. Sie wohnten im heute nicht mehr vorhandenen Haus Am Bahnhof 1. Ab 1939 war das auch die Adresse der Verwaltung der Dessauer Israelitischen Kultusgemeinde. Nach dem Novemberpogrom von 1938 entschlossen sich die Eheleute Schlesinger zur Emigration, aber sie konnten den Auswanderungsplan nicht mehr verwirklichen. Ihr Geschäft wurde „arisiert“. Die Namen der Schlesingers finden sich in den Listen eines Massentransports, der Mitte April 1942 mehrere hundert Personen von Magdeburg über Berlin ins Warschauer Ghetto deportierte. Die genauen Umstände des Todes von Ida Schlesinger sind nicht bekannt