Gedenkkultur Dessau-Roßlau

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König, Paul

  • Geburtsdatum: 15. Juli 1892 in Dessau
  • Todesdatum: 11. Juli 1941
  • letzte freigewählte Adresse: Ackerstraße 46

Der Kommunist Paul König war ein Sohn des Arbeiters Paul König und seiner Ehefrau Minna geb. Dilz. Er war das älteste der vier Kinder des Ehepaares. Zwei seiner Brüder starben als Soldaten im Ersten Weltkrieg, er selbst wurde schwer verwundet und behielt eine verkrüppelte linke Hand zurück. Paul König erlernte den Malerberuf. Er war seit 1915 verheiratet und hatte eine Tochter. König war Mitglied der Dessauer KPD-Ortsgruppe sowie des Bundes der Kriegsbeschädigten, Arbeitsinvaliden und Hinterbliebenen. Seinen Kampf gegen das NS-Regime setzte er 1933 in der Illegalität fort, u.a. als Verbindungsmann der Dessauer Kommunisten zur im Untergrund tätigen KPD-Bezirksleitung in Magdeburg. 1936 wurde er wegen „Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens“ zu 5 Jahren Zuchthaushaft verurteilt, die er im Zuchthaus Coswig/Anhalt verbüßen musste. Nach Haftende wurde er nicht entlassen, sondern der Geheimen Staatspolizei zugeführt, die ihn ins Konzentrationslager Sachsenhausen überstellte. Der Lagerhäftling Paul König wurde am 11. Juli 1941 ermordet, vermutlich durch eine Giftinjektion in der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein.