Gedenkkultur Dessau-Roßlau

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Jacobson, Salomon

  • Geburtsdatum: 26.1.1880 in Zerbst
  • Todesdatum: 27.11.1938 in Buchenwald
  • letzte freigewählte Adresse: Steinstraße 11-14

Salomon Jacobson war der Sohn von aus Zerbst nach Dessau gekommenen jüdischen Kaufleuten. Sein Vater, Jacob Jacobson, wirkte in Dessau als gerichtlich vereidigter Taxator. Salomon Jacobson war Jahrzehnte lang in dieser Stadt Großhandelskaufmann. Er besaß ein Waren-Engroßlager in der Askanischen Straße, später eine Großhandlung für Peitschenstöcke in der Beethovenstraße, nach dem 1. Weltkrieg eine Tabak-Großhandlung in der Kavalierstraße. In der NS-Zeit versuchte er u.a. als Grundstücksvermittler zu überleben, zugleich war er in der jüdischen Gemeinde als Sekretär angestellt. Während des auch in Dessau wütenden Pogroms vom 9./10. November 1938 wurde Jacobson, wie viele andere jüdische Männer aus Dessau und Umgebung, verhaftet und ins Lager Buchenwald gesperrt. Die unmenschlichen Lagerbedingungen hat er nicht überlebt. Seine Ehefrau Elisabeth geb. Hesse konnte 1939 nach Palästina emigrieren.